Amor, das holde Licht,
Das mir aus ihren schönen Augen lacht,
Hat mir zum Knecht von dir und ihr gemacht.
Aus ihren Auge leuchtet der Strahl,
Der deine Flamm in mir zuerst entzündet,
Als ihm die meinen sahn.
Wie du so reich an Preisen ohne Zahl,
Ihr holdes Angesicht hat mirs verkündet,
Wohl ist´s um mich getan;
Denn ihr nur untertan
Ist jede Kraft, wenn ich an sie gedacht,
Die neue Seufzer in mir angefacht.
So bin ich denn von deiner Macht fefangen,
O teurer Herr, erwarte nur von dir,
Dass Lohn mich einst erfreue:
Ist aber wohl mein glühendes Verlangen,
Dass du enzündet hast, gekannt von ir,
Und jene feste Treue,
Die einzig ich ihr weihe ?
Verschmäh ich doch, weil ganz in ihrer Macht,
Sogar den Frieden, den nicht sie gebracht.
Kennt sie es nicht, o süßer Herr, so bitt ich,
Dass du´s ihr schilderst, und ein Fünkchen Glut
Ihr leihst, mit mir im Bunde.
Du weißt es ja, mich sel st verzehrend litt ich
Schon lange herbe Qual; es rinnt mein Blut
Aus immer offner Wunde.
Und dann zu guter Stunde
Sei ihr mich zu empfehlen du bedacht: -
Wie gern hätt ich den Weg mit dir gemacht